|
|
|
Kreuznerstr.
2 |
|
Frühstück : ab 9.30 in den Bürgerstuben
am Stadtplatz |
|||
ab 17. September
|
ab 1. Oktober
|
||
Programm Freitag 3.9. - Donnerstag 9.9. |
|||
| Freitag 3.9. |
16.30 |
||
18.15 |
|||
20.00 |
|||
| Samstag 4.9. |
14.30 |
TOY STORY 3
|
|
16.30 |
HANNI UND NANNI
|
||
|
|||
18.00 |
|||
20.00 |
|||
| Sonntag 5.9. |
14.30 |
TOY
STORY 3 |
|
16.30 |
HANNI
UND NANNI |
||
18.00 |
|||
20.00 |
|||
| Montag 6.9. |
16.30 |
HANNI
UND NANNI |
|
18.15 |
|||
20.15 |
|||
| Dienstag 7.9. |
16.30 |
HANNI
UND NANNI |
|
18.15 |
|||
20.15 |
|||
| Mittwoch 8.9. |
18.15 |
||
20.15 |
|||
| Donnerstag 9.9. |
spielfrei |
||
RADU MIHAILEANU Darsteller : Aleksej
Guskow, Lionel Abelanski, Francois Berléand, Mélanie
Laurent Es beginnt mit einer Täuschung, und geht auch damit weiter – das ist ein unterschwelliges Thema des Films, ein Leitmotiv, in dem sich kleine und große Lügen (erst durch Kameraführung und Schnitt; dann in der Handlung mit Identitäten, Telefonanrufen, gefälschten Pässen) aneinander reihen, und alles hat doch das Ziel, die Wahrheit zu ihrem Recht kommen zu lassen. Das könnte das Gerüst für einen Thriller sein, es ist aber der Stoff, aus dem Regisseur Radu Mihaileanu eine subtile und schmalzfrei herzzerreißende Komödie entwickelt. Der Mann hat Erfahrung darin, uns eine Welt aufzutischen, in der Täuschung die einzige Rettung scheint: 1998 hat er ZUG DES LEBENS gemacht, in dem eine Gruppe osteuropäischer Juden im zweiten Weltkrieg die eigene Deportation vortäuscht, um ihrer Ermordung zu entgehen. Vor knapp dreißig Jahren war
Andrej Filipow ein bedeutender Dirigent in der Sowjetunion, bis
er geschasst wurde, weil er, Breschnews Politik trotzend, Juden
in seinem Orchester spielen ließ. In Russlands Gegenwart darf
er im Bolschoj-Theater während der Proben nicht einmal mehr
in den Zuschauerraum, denn schließlich ist er dafür zuständig,
unter anderem das Büro des Direktors sauber zu halten. Das ist ein Plan, so irrwitzig und schlichtweg unmöglich, er kann einfach nur Scheitern – und genau darin liegt der Charme dieses Films, wie er trotz aller Unwahrscheinlichkeiten und entgegen aller Logik sich und seinen Figuren dennoch den Weg bahnt. Statt allzu präzisem Realismus in der Sache interessiert sich Mihaileanu mehr dafür, seinen Figuren eine Überdosis Leben einzuhauchen.
|
FERZAN OZPETEK Darsteller : Riccardo Scamarcio, Ennio Fantastichini
Tomasso ist ein Freigeist. Er wohnt in Rom mit seinem Freund, hat Literatur studiert und ein Buch geschrieben. Es gibt aber noch einen anderen Tomaso. Der hat in Rom Ökonomie studiert, ist hetero und soll zusammen mit seinem älteren Bruder die Nudelfabrik der Familie übernehmen. Doch darauf hat er keine Lust und schmiedet einen Plan. Er wird sich befreien und bei der anstehenden Familienfeier vor allen Leuten verkünden, dass er ein Schriftsteller ist und keine Ahnung von Ökonomie hat. Und dass er auf Männer steht. Nur seinem Bruder vertraut er sich schon vorher an. Als sein großer Augenblick gekommen ist, erhebt sich jedoch sein Bruder zuerst und outet sich vor der Familie worauf hin er prompt rausgeschmissen wird und der Vater einen Herzinfarkt erleidet. Bevor Tomaso sich versieht, ist er plötzlich Papas neuer Liebling und Chef der Nudelfabrik, während sein Freund ungeduldig in Rom auf seine Rückkehr wartet. Ferzan Ozpeteks neuer Film MÄNNER AL DENTE (Originaltitel : MINE VAGANTI) ist auf den ersten Blick ein fast typisch italienischer Familienfilm. Vom patriarchial-konservativen Vater, der stets auf Harmonie bedachten Mutter, der Alkoholikertante bis hin zur zynischen Oma sind alle dabei. Nur eines ist anders. Die zwei jungen Söhne sind nicht die größten Schürzenjäger des Dorfes. Und das macht vor allem dem Vater ganz schön zu schaffen. Auch wenn der Film leichtfüßig und unglaublich charmant daher kommt, so behandelt er doch ein ernstes Thema. In einem Land wie Italien, in dem Katholizismus und Machismo noch weit verbreitet sind, haben Homosexuelle es nicht leicht. MINE VAGANTI schafft hier ein wenig Aufklärung. Nein, schwul sein ist nicht heilbar und es ist auch nicht das Ende der Welt, auch wenn sich das ganze Dorf das Maul zerreißt. Was viel wichtiger ist – und das gilt in diesem Film nicht nur für die queeren Charaktere, sondern vor allem auch für die Frauen der Familie - man muss sich emanzipieren und befreien von den Fesseln der Tradition und der gesellschaftlichen Regeln, wenn man glücklich sein will. Ozpeteks Familienkonstellation ist eine, in der sich jeder an die Regeln hält und sich dabei entweder schon verloren hat oder darunter leidet. Die Verkündung am Esstisch, dass der Sohn schwul sei ist nur der Tropfen der das Fass zum endgültig Überlaufen bringt und einen schmerzhaften aber wichtigen Prozess des Erwachens in Gang setzt. Dabei zeigt Ozpetek seine Familienoper in wunderschönen, sonnengetränkten Bildern, die das Verlangen und die Sehnsucht der einzelnen Charaktere externalisieren. Manchmal verbindet er in seinen Bildern vergangene und kontemporäre Ereignisse der Familienchronik und vermag es rein mit seiner Bildsprache gleich zwei Geschichten zu erzählen, die zu einander in Bezug stehen. Besonders gelungen ist sein Einsatz von Humor, der nie unbedacht und krude, sondern hochgradig sensibel ist. MINE VAGANTI ist großartiges italienisches Kino. Melancholisch und witzig zu gleich erzählt der Film eine große Familiengeschichte, die alt und neu zugleich ist und leistet dabei ein liebevolles Stück Aufklärungsarbeit - nicht nur für die italienische Gesellschaft.
|
WES ANDERSON Animationsfilm / freigegeben ab 6 Jahren
Der amerikanische Regisseur Wes
Anderson ist der Mann für spezial gelagerte und sonderbare
Filme, die stets von der abstrusen Dynamik scheinbar dysfunktionaler
Familien handeln. Nach seinem spirituellen und poetischen Brüder-Porträt
„Darjeeling Limited“, wo man im Zug durch die unendlichen,
landschaftlichen Weiten Indiens rumpelte, vergräbt er sich
nun sprichwörtlich in den Untergrund und zeigt in „altmodischer“
und liebevoller Stop-Motion-Technik die Abenteuer einer Fuchsfamilie
in ihrem Bau. www.derfantastischemisterfox.de
|
MIKE MITCHELL
|
10 Kino - Gutscheine á 7,00 = € 70,00 + 1 Gutschein á 7,00 gratis |
+ 1 Getränk |
Sollten Sie Interesse haben, das Kinoprogramm des Stadtkinos Grein regelmäßig per e-mail zugeschickt zu bekommen, so senden Sie einfach ein e-mail an : |
stadtkinoGrein
est 2003 by nobbi