Kreuznerstr. 2
4360 Grein
Telefon und Fax : 07268 404
e-mail : stadtkino-grein@gmx.at




 

 

 

PROGRAMM : SAMSTAG 30.04. - DONNERSTAG 05.05.

 
Samstag
30.04.
SPIELFREI
 
Sonntag
01.05.
14:30
2D

KUNG FU PANDA 3 / 2D
USA 2016 / 90 Minuten
Regie : Jennifer Yuh

Alterskennzeichnung : frei ab 6 Jahren
Positivkennzeichnung des BMUKK : "annehmbar als Animationsfilm ab 6 Jahren"



Sonntag
01.05.
16:00
2D

ZOOMANIA / 2D
USA 2015 / 108 Minuten
Regie : Byron Howard & Rich Moore

Alterskennzeichnung : frei ab 6 Jahren
Positivkennzeichnung des BMUKK : "sehr empfehlenswert als Animationsfilm ab 8 Jahren"



Sonntag
01.05.
18:15
dF

FAMILIE ZU VERMIETEN
Frankreich 2015 / 96 Minuten
deutschsprachige Fassung
Regie : Jean-Pierre Améris
DarstellerInnen : Benoît Poelvoorde, Virginie Efira



Sonntag
01.05.
20:00

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK
Deutschland 2016/ 128 Minuten
Regie : Hans Steinbichler
DarstellerInnen : Lea van Acken, Martina Gedeck, Ulrich Noethen



 
Montag
02.05.
18:15

EIN MANN NAMENS OVE
Schweden 2015/ 116 Minuten
Regie : Hannes Holm
DarstellerInnen : Rolf Lassgård, Bahar Pars



Montag
02.05.
20:15
frzOmU
FAMILIE ZU VERMIETEN / Une famille à louer
Frankreich 2015 / 96 Minuten

FRANZÖSISCHE ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN
Regie : Jean-Pierre Améris
DarstellerInnen : Benoît Poelvoorde, Virginie Efira
 
Dienstag
03.05.
18:30

DAS LEBEN IST KEINE GENERALPROBE
Österreich 2015 / 90 Minuten
Regie : Nicole Scherg



Dienstag
03.05.
20:15
dF
FAMILIE ZU VERMIETEN
Frankreich 2015 / 96 Minuten
deutschsprachige Fassung
Regie : Jean-Pierre Améris
DarstellerInnen : Benoît Poelvoorde, Virginie Efira
 
Mittwoch
04.05.
18:30
DAS LEBEN IST KEINE GENERALPROBE
Österreich 2015 / 90 Minuten
Regie : Nicole Scherg
Mittwoch
04.05.
20:15

HANNAS SCHLAFENDE HUNDE
Österreich Deutschland 2016 / 124 Minuten
Regie : Andreas Gruber
DarstellerInnen : Hannelore Elsner, Franziska Weisz, Michaela Rosen, Johannes Silberschneider



 
Donnerstag
05.05.
SPIELFREI


 

 

HANNAS SCHLAFENDE HUNDE
Österreich Deutschland 2016 / 124 Minuten
Regie : Andreas Gruber
DarstellerInnen : Hannelore Elsner, Franziska Weisz, Michaela Rosen, Johannes Silberschneider

Wels 1967. Der Krieg ist offiziell vorbei, aber in den Köpfen vieler tobt er noch immer.

Die Zeichen sind da. Man muss sie nur sehen (wollen). Der Hausmeister vergast mit einem an den Auspuff des Puch-Mopeds angeschlossenen Schlauch die Maulwürfe. Die Güterzüge rattern bedrohlich vorbei, auch an dem Gleis mit dem toten Ende, wo die Eisenbahner-Schrebergärten sind. Der Kriminalbeamte mit dem Gummimantel und dem schwarzen Hut sieht wie ein Gestapo-Mann aus. Die Großmutter trägt die gelbe Blinden-Armbinde, früher war es ein anderes Zeichen auf gelbem Grund, das sie aus der Gesellschaft aussortiert hat.
Unter dem Asphalt liegt die Vergangenheit in den 1960er Jahren nicht sehr tief vergraben: Der Bagger bringt beim Leitungsverlegen nicht nur alte Schuhe ans Licht, sondern stößt auch auf eine Fliegerbombe. Die umliegenden Siedlungshäuser müssen evakuiert werden. In der Schule wird schwarze Religionspädagogik betrieben. Viele haben alte Rechnungen offen, die sie totschweigen aus verschiedenen Motiven. Kleinstadt-Realität in den 1960er Jahren, und noch immer ist »Kein schöner Land in dieser Zeit« ein Ohrwurm für die Kameradschaftsbündler, die sich dabei etwas ganz anderes vorstellen als die kleine Hanna, die das Lied bei einer Feierstunde auf Geheiß der Religionslehrerin singen muss.


Andreas Gruber hat in Elisabeth Eschers Roman »Hannas schlafende Hunde« genau jenen Stoff gefunden, der ihm die Möglichkeit bot, seinem immens wichtigen Film Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen (1994) über die sogenannte Mühlviertler Hasenjagd von 1945 eine zeitgeschichtliche Fortschreibung folgen zu lassen.
Atmosphärisch stimmig bis in kleinste Details rekonstruiert Gruber das Kleinstadt-Biotop, in dem das Mädchen Johanna (Nike Seitz) sich von der katholischen Bigotterie des Vaters (Rainer Egger), der Schroffheit ihrer in Sprachlosigkeit versteinerten Mutter (Franziska Weisz) und der für sie rätselhaften Feindseligkeit oder betont schleimigen Freundlichkeit der Nachbarschaft freikämpft. Einzig in der Großmutter (Hannelore Elsner) findet Hanna eine Verbündete, die darauf drängt, die schlafenden Hunde doch endlich zu wecken. Heißt, die Verletzungen und Verbrechen der Vergangenheit nicht länger schweigend zu dulden.


Zentral stehen die Frauen dreier Generationen in einer Welt der bedingungslosen Wahrung des äußerlich ruhigen bürgerlichen Scheins: Großmutter Ruth wird von Hannelore Elsner mit jener inneren Stärke ausgestattet, mit der sie zwar nicht ihrer Tochter Katharina, aber ihrer Enkelin aus der Opferrolle heraushelfen kann. Die junge Nike Seitz bringt in die Rolle des Mädchens Johanna alle Facetten zwischen Angst, Verletzlichkeit und jugendlicher Zuversicht ein, die der Entwicklung der Figur größtmögliche Glaubwürdigkeit und Intensität geben. Franziska Weisz steht dazwischen als Johannas schwer traumatisierte Mutter, die erst durch die schwere Krise des Kindes ihre eigene auflösen kann. Die Männer zimmern den Rahmen, aus dem auszubrechen so schwer ist: der undurchschaubare ehemalige Bankdirektor (Christian Wolff) in seiner aufdringlichen, anbiedernden Höflichkeit, der brutal-verschlagene Hausmeister (Christian Hoening), der duckmauserische Vater (Rainer Egger), der salbadernde Pfarrer (Johannes Silberschneider). Dazu ein äußerer Ring von Frauen, auch sie Opfer (wie die von häuslicher Gewalt betroffene Tante), hilflose Zuschauerin (Elfriede Irrall als Nachbarin) oder zwischen Opfer und Täterin changierend wie die Religionslehrerin (Michaela Rosen).


Hannas schlafende Hunde kommt in Andreas Grubers Filmographie die Rolle einer wichtigen Zwischensumme zu. Es floss ein großes Maß an persönlicher Affinität zum Stoff ein, in der Wahl seiner filmischen Mittel hat er inzwischen große Reife und Stilsicherheit entwickelt. Er bedient sich nicht einer weitgehend üblich gewordenen glatten Fernsehoptik. Er setzt starke bildliche Metaphern wie die immer wiederkehrenden Fenster- und Spiegelungsmotive ein, gibt Entwicklungen der Figuren Raum, verzichtet auf zu plakatives Moralisieren und führt das insgesamt hervorragende Ensemble zu einer homogenen Leistung.
Einen kongenialen Verbündeten in der Umsetzung dieses Stoffes fand Andreas Gruber im Kameramann und Dokumentaristen Martin Gressmann. In dessen letzter Arbeit vor Hanna, der Dokumentation Das Gelände (Preis der Deutschen Filmkritik 2015), geht es ebenfalls um das Verschütten und Überlagern von Geschichte, beziehungsweise deren Freilegung. Im konkreten Fall um ein Brachgelände neben dem Berliner Martin-Gropius-Bau angrenzend zur Mauer, das einst in der »Topografie des Terrors« eine Rolle spielte.
( Ulrike Steiner )

 

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FAMILIE ZU VERMIETEN
Frankreich Belgien 2015 / 96 Minuten
Regie : Jean-Pierre Améris
DarstellerInnen : Benoît Poelvoorde, Virginie Efira

Paul-André ist ein wohlhabender, schüchterner Single Mitte vierzig. Und er will endlich eine Familie. Die gleich alte Violette ist voller Leben, hat aber als alleinerziehende Mutter zweier Kinder Geldprobleme. Also bietet ihr Paul-André einen Deal an: Er bezahlt ihre Schulden und mietet dafür ihre Familie – als Test, ob er dem Trubel gewachsen ist...
Jean-Pierre Améris beweist erneut mit leichter Hand sein Faible für die Neurosen der Liebe. Die beiden belgischen Kinostars Benoît Poelvoorde (DAS BRANDNEUE TESTAMENT) und Virginie Efira (BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL) begeistern als gegensätzliches Paar in dieser charmant-turbulenten Familienkomödie.
"Ob das nun glaubhaft ist oder nicht, darüber zu debattieren mag müßig sein. Améris jedenfalls ist eine spritzige, leichte Komödie mit einer erfrischenden Geschichte, gelungenen Pointen, guten Darstellern und übers Eck gedacht auch sozialpolitischen Anmerkungen gelungen. Es sind vor allem die Gegensätze, aus denen dieser charmante Film Kapital schlägt."(programmkino.de).

 

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DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK
Deutschland 2016/ 128 Minuten
Regie : Hans Steinbichler
DarstellerInnen : Lea van Acken, Martina Gedeck, Ulrich Noethen

Nach der Emigration aus Frankfurt am Main ist Amsterdam die neue Heimat der Familie Frank geworden. Anne, ihr Vater Otto, Mutter Edith und Schwester Margot versuchen, hier ein ganz normales Leben zu führen – bis die Deutschen die Niederlande besetzen und sich auch in Amsterdam die Situation für die Juden täglich verschlechtert. Als Margot einen Aufruf ins Arbeitslager erhält, beschließt Otto Frank, mit der Familie das lang geplante Versteck aufzusuchen und unterzutauchen. Mit Hilfe seiner Sekretärin Miep Gies und anderen Mitarbeitern hat er hierfür schon seit Wochen das Hinterhaus seines Firmensitzes in der Prinsengracht 263 als Versteck vorbereitet: Knapp mehr als 50m², die von nun an das Zuhause der Familie Frank und, kurze Zeit später, auch von Hans, Petronella und Peter van Daan sowie Albert Dussel werden. Die Hinterhausbewohner dürfen sich tagsüber kaum bewegen, erleben Bombennächte und sind in ständiger Angst, entdeckt zu werden. Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt sind das Radio, Miep Gies und die anderen Helfer. Und dennoch finden sie auch im Hinterhaus zum Alltag: Es wird gelacht, geweint, gestritten und man versöhnt sich. Und Anne Frank, die Jüngste unter ihnen, entdeckt neugierig, was es bedeutet, erwachsen zu werden. Im Licht der Ereignisse ihrer Zeit beobachtet und kommentiert sie all das sehr eindringlich: in ihrem Tagebuch, das sie zum 13. Geburtstag von ihrem Vater geschenkt bekommt.


Mit DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK hat Regisseur Hans Steinbichler die weltbekannte Geschichte neu verfilmt. Das Drehbuch orientiert sich sehr eng am Original-Tagebuch und anderen persönlichen Aufzeichnungen – von Anne Frank, ihrer Familie sowie Zeitzeugen. Er kommt damit einem Mädchen sehr nah, das den Krieg erlebt, das aber auch Zukunftspläne schmiedet, mit den Eltern und der Schwester streitet und sich erstmals verliebt. Und das trotz seiner ausweglosen Situation und den damit verbundenen Ängsten an seinen Hoffnungen, Sehnsüchten und Träumen festhält. DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK ist ein außergewöhnliches, sehr persönliches, bewegendes und inspirierendes Portrait eines Mädchens, einer Familie, ihrer Begleiter und einer prägenden wie düsteren Zeit.

 

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DAS LEBEN IST KEINE GENERALPROBE
Österreich 2015 / 90 Minuten
Regie : Nicole Scherg

„Mich interessiert das Kapital wenig und das Leben sehr“, sagt Heinrich „Heini“ Staudinger. Mit diesem Grundsatz ist der Oberösterreicher aus dem Waldviertel zu einer der schillerndsten Unternehmer-Persönlichkeiten Österreichs geworden. In seinen GEA-Läden verkauft er hochwertige Möbel, Taschen und Textilien – und Schuhe der Marke „Waldviertler“, die er in einer großen Halle in Schrems mit 250 Mitarbeitern selbst erzeugt.

Mit dieser Fabrik geriet er freilich in die Schlagzeilen. Wegen seiner Ansichten zum Thema Kapital. Weil ihm die Bank benötigte Kredite nicht gewähren wollte, sammelte er bei Kunden und Freunden drei Millionen Euro ein. Eine Art Crowdfunding also, das ihm jedoch eine Klage der Finanzmarktaufsicht (FMA) eintrug. Denn die FMA fand, diese Form der Finanzierung sei ein Bankgeschäft. Und dafür brauche Staudinger eine Konzession. Vor Gericht bekam die FMA Recht. Doch Staudinger weigerte sich, die verhängte Strafe zu zahlen: „Wir dulden die Bevormundung durch die FMA und die Republik nicht.“

Dieser Satz fällt in „Das Leben ist keine Generalprobe“, der neuen Dokumentation über Heini Staudinger und seine Welt. Die Filmemacherin Nicole Scherg wurde für die Produktion zu Staudingers ständiger Begleiterin. Der Film porträtiert den alternativen Schuhfabrikanten und seine Co-Geschäftsführerin Sylvia Kislinger. Aber auch das Waldviertler/GEA-Team sowie der Denker und Wortschmied Moreau, der als Chefredakteur der GEA-Gazette „brennstoff“ das Unternehmensmodell mit vielen schillernden Zitaten kommentiert, kommen ausführlich ins Bild.

„Das Leben ist keine Generalprobe“ ist ein ruhiger und zugleich fesselnder Film, der das Bild einer kleinen Wirtschaftswelt jenseits des Mainstreams zeichnet, in der Aktienkurse und Profiterwartungen keine Bedeutung haben. Qualität sowie die Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden sind hingegen ein hohes Gut. Die Regisseurin Nicole Scherg geht der Frage nach: Wie lassen sich die Visionen einer gerechten Welt, die den Firmeninhaber Heinrich Staudinger antreiben, in den wirtschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart verwirklichen?

 

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EIN MANN NAMENS OVE
Schweden 2015/ 116 Minuten
Regie : Hannes Holm
DarstellerInnen : Rolf Lassgård, Bahar Pars

Einen Nachbarn wie Ove zu haben, ist nicht gerade ein Zuckerschlecken. Penibel kontrolliert der Mann, der nun auch noch seinen Job bei der Eisenbahn verloren hat, jeden Morgen, ob auch kein Müll auf der Straße liegt, das Fahrverbot durch die Siedlung eingehalten wird, die Garagentore abgeschlossen sind. Nichts entgeht dem strengen Blick des verbitterten Griesgrams, der nur einmal am Tag sanftmütig zu werden scheint, wenn er mit Rosen das Grab seiner Frau besucht. Ihr erzählt er von den neuen Nachbarn, die gerade nebenan eingezogen sind und die ihn ständig wegen irgendetwas nerven. Von der Katze, die ihm nicht mehr von der Seite weichen will. Von der Welt, die ihn einfach nur wütend macht. Und er verspricht ihr, bald bei ihr zu sein. Denn Ove will seinem Leben ein Ende setzen. Doch wie soll man denn in Ruhe einen Selbstmord planen, wenn ständig jemand vorbeikommt und stört? EIN MANN NAMENS OVE ist die Verfilmung des gleichnamigen schwedischen Bestsellers von Fredrik Backman. Ganz im Stil der Vorlage vereint Regisseur Hannes Holm den augenzwinkernden und trockenen Humor mit berührenden Momenten der Erinnerung Oves an sein langes und ereignisreiches Leben. Denn immer, wenn Ove gerade kurz davor steht, seinen Selbstmord-Plan in die Tat umzusetzen, geht der Zuschauer mit Ove zurück in die Vergangenheit und lernt so Seiten an Ove kennen, die dieser eigentlich verbergen möchte. Der Film hält geschickt die Balance zwischen großer Unterhaltung, die auch aus den leichtfüßigen Dialogen resultiert, und tiefen wahrhaftigen Momenten, die im gelungenen Zusammenspiel des gesamten Ensembles voller authentischer und wundervoll besetzter Figuren entstehen. An der Spitze steht dabei Rolf Lassgård als Ove. Äußerst überzeugend spielt er seine Rolle als mürrischer und polternder Miesepeter, der auf die Welt nicht gut zu sprechen ist und sie am liebsten aussperren möchte. Doch als die junge Iranerin Parvaneh, die von Bahar Pars sympathisch zupackend und mit grundoptimistischer Lebensfreude gespielt wird, die harte Schale des Griesgrams zu knacken beginnt, wandelt sich auch Lassgårds Mimik. Rührend und bezaubernd sind diese Momente der Annäherung, die offenbaren, wie sanft dieser Ove auch sein kann und wie es gelingt, diese Figur nicht zu fürchten, sondern sie tief ins Herz zu schließen. EIN MANN NAMENS OVE ist eine wunderbare Komödie aus Schweden, bei der man aus vollem Herzen lachen aber auch weinen kann. Und dankbar ist, im Kino diesen Mann namens Ove kennengelernt zu haben.

 

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MAIKÄFER FLIEG
Österreich 2016 / 109 Minuten
Regie : Mirjam Unger
DarstellerInnen : Zita Gaier, Ursula Strauss, Gerald Votava
Altersfreigabe : ab 12 Jahre

Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Romans von Christine Nöstlinger.
Wien 1945: Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Zeit der russischen Besatzung, gesehen mit den Augen der neunjährigen Christine. Ausgebombt und mittellos kommt sie mit ihrer Familie in einer noblen Nazi-Villa in Neuwaldegg unter. Nach der Kapitulation der deutschen Soldaten quartieren sich die Russen im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden russischen Soldaten. Nur Christine nicht.
Regisseurin Mirjam Unger behält in ihrer Adaption des autobiografischen Romans »Maikäfer, flieg! Mein Vater, das Kriegsende, Cohn und ich« von Christine Nöstlinger sowohl die inhaltliche Struktur als auch die Perspektive der neunjährigen Christine bei. Derart kann auch sie permanent zwischen Tragik und Komik changieren, ohne dabei das eine oder andere zu forcieren. Christines Beobachtungen sind flink, humorig und in ihrer trotzigen Naivität sehr weitsichtig.
Es fällt heutzutage schwer, sich eine Kindheit im zertrümmerten Wien der 1940er-Jahre vorzustellen. Wie viel der Alltag einer Kinderseele damals zugemutet hat, wie viele Gefahren und wie wenig Verständnis es gab, aber auch wie viel unbeugsamen Willen für ein besseres, würdiges Leben und wie viel Sinn für Humor – davon handelt der autobiografische Roman von Christine Nöstlinger. Filmemacherin Mirjam Unger bringt die ebenso berührende wie beinharte Vorlage authentisch und liebevoll auf die Leinwand: als spannend-humorvolle Geschichte einer Kindheit, als Porträt einer Zeit des (buchstäblichen) Umbruchs – und nicht zuletzt als Hommage auf eine der größten österreichischen Autorinnen.

 

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BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
Frankreich 2015 / 101 Minuten
Regie : Éric Besnard
DarstellerInnen : Virginie Efira, Benjamin Lavernhe

Manchmal kann ein kleiner Unfall auch ein unverhoffter Glücksfall sein. Louise lebt auf einem Birnenhof in der Provence und kümmert sich seit dem Tod ihres Mannes um den Birnenanbau. Doch die Bank will den Kredit zurück, die Abnehmer zweifeln an ihrer Kompetenz und dann fährt sie auch noch einen Fremden vor ihrem Haus an. Pierre, so heißt der verletzte Mann, scheint irgendwie anders zu sein. Er ist verdammt ordentlich, frappierend ehrlich, ein Eigenbrötler, der am liebsten Primzahlen zitiert. Der sensible Mann blüht in Louises Gegenwart auf, hilft ihr mehr schlecht als recht beim Verkauf ihrer köstlichen Birnenkuchen auf dem Markt und hat das Gefühl, etwas gefunden zu haben, das er gar nicht zu vermissen glaubte: ein Zuhause. Louise versucht ihn aus ihrem Leben und ihrem gebrochenen Herzen herauszuhalten. Doch Pierre lässt sich nicht so einfach abschütteln. Nur wovor läuft er davon? Louises Leben ist wundersam auf den Kopf gestellt und doch droht ihr dieses kleine Glück wieder zu entgleiten.
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL entführt uns in eine Welt voll kleiner Wunder – gefüllt mit dem Duft der Birnen der Provence.

 

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Es besteht jederzeit die Möglichkeit für Schulen oder Gruppen, geschlossene Sondervorstellungen von aktuellen Filmen zu buchen.

Sollten Sie für Schulprojekte oder Themenschwerpunkte spezielle Filme benötigen, ist Ihnen das Stadtkino Grein gerne behilflich.

 

 

Kinder- , Jugend- und Familienfilme


ZOOMANIA
USA 2015 / 108 Minuten
Regie : Byron Howard & Rich Moore

Alterskennzeichnung : frei ab 6 Jahren
Positivkennzeichnung des BMUKK : "sehr empfehlenswert als Animationsfilm ab 8 Jahren"


Schon als 9-Jährige hat die Häsin Judy Hopps davon geträumt, Polizistin zu werden. 15 Jahre später schließt sie die Polizei-Akademie erfolgreich ab und wird im Zentrum von Zoomania stationiert. Doch ihr Chef, der Büffel Chief Bogo, traut ihr nichts zu, also darf sie zunächst nur den Parksünder/innen der Stadt auf den Leib rücken. Dabei geht ihr der Fuchs Nick Wilde mit seinem miesen Eis-Trick ins Netz. Bei Judys erstem wirklich interessanten Fall arbeiten die beiden dann sogar notgedrungen zusammen: Judy soll den vermissten Mann der völlig verzweifelten Mrs. Otterton finden. Von Chief Bogo, der die übereifrige Häsin gern so schnell wie möglich wieder loswerden möchte, bekommt sie dafür genau 48 Stunden Zeit.

Alterskennzeichnung :
Es gibt einige Szenen, die den Allerjüngsten Angst machen könnten, etwa jene mit den teils bedrohlich wirkenden (Raub-)Tieren (z.B. Wüstenfuchs Finnick) bzw. den durch ein Serum wild gewordenen Tieren (z.B. Manchas, Mr. Otterton sowie sämtliche Szenen im Labor). Angst zu haben bzw. mit seinen Ängsten umgehen zu lernen ist ein Thema, das sich durch den gesamten Film zieht. Verfolgungsjagden (u.a. über eine Hängebrücke), eine Zugfahrt mit Explosion sowie einige Kriminalfilm-Elemente (ein Mafia-Pate usw.) sorgen für Spannung. Diese wird durch die zum Teil dramatische Musik und die 3D-Effekte noch verstärkt. Auch die Größenverhältnisse und an sich niedliche Tiere, die am Ende nicht sind, was sie zu sein scheinen, könnten die Allerjüngsten irritieren. Entlastend wirkt auf alle Fälle das gute Ende. Auch aufgrund der Länge wurde der Film „freigegeben ab 6 Jahren“.

Positivkennzeichnung des BMUKK :
Der Film macht Mut, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will (z.B. bei der Berufswahl). Zu den selbst für Erwachsenen interessanten Themen bzw. aktuellen Bezügen gehören aber auch Vorurteile, Diskriminierungen (bzw. Quotenregelungen) und zweite Chancen, ein männlich dominierter Polizeiapparat sowie die Mühsal bei Behördenwegen (Faultier Flash (!) sorgt hier für einige Lacher!). Die witzigen, zum Teil selbstreferentiellen Dialoge („Das Leben ist kein Zeichentrick-Musical!“) und der große Detailreichtum (z.B. die höchst unterschiedlich gestalteten Bezirke von Zoomania oder das ständige Spiel mit den Größenverhältnissen wie etwa bei den Zugtüren) machen den Film zum Sehvergnügen. Ein mutiges Mädchen, das als Beutetier über die Grenzen der Biologie hinweg eine Freundschaft zu einem Raubtier eingeht, fungiert als Identifikationsfigur. Aber auch andere Charaktere wie etwa der Gepard Clawhauser am Empfang der Polizeistation, der für Donuts und Popstar Gazelle schwärmt, bieten Identifikationsmöglichkeiten. Selbst Nebenfiguren wie z.B. das Heer von Hamster-Beamten sind liebevoll ausgedacht. Zahlreiche positive Botschaften, vom Hinterfragen von Familientraditionen bis zum steten Arbeiten an einem friedlichen Miteinander, machen den Film „sehr empfehlenswert als Animationsfilm ab 8 Jahren“.

Website


KUNG FU PANDA 3
USA 2016 / 90 Minuten
Regie : Jennifer Yuh

Alterskennzeichnung : frei ab 6 Jahren
Positivkennzeichnung des BMUKK : "annehmbar als Animationsfilm ab 6 Jahren"

Der verbrecherische General Kai wurde von Schildkrötenmeister Oogwy in die Verbannung geschickt. Nun möchte das Büffelwesen nach 500 Jahren in der Geisterwelt wieder in die Welt der Lebenden zurückkehren und schafft es, Oogwy, als seinen mächtigsten Rivalen zu besiegen. Mit seinem und dem Chi vieler anderer Kung-Fu-Meister findet er tatsächlich zurück in die reale Welt und hat der Prophezeiung nach nur den sogenannten Drachenkrieger zu fürchten. Da der weise Meister Shifu ausgerechnet Kung Fu Panda Po zu seinem Nachfolger erklärt, ist es plötzlich an ihm die Welt vor dem finsteren Bullen zu retten. Da taucht überraschend Pos tollpatschiger leiblicher Vater Li auf und scheint die Wende zu bringen. Er führt seinen Sohn und dessen heimlich mitreisenden Gänse-Adoptivvater, Mr. Ping, in ein abgelegenes paradiesisches Bergdorf, wo sich im Geheimen eine riesige Panda-Population entwickelt hat. Dort will Li Po lehren, das Chi zu beherrschen. Tatsächlich hat der Panda aber keine Ahnung von dem Chi und will seinen Sohn nur dazu bringen, sich selbst zu finden. Währenddessen kann Kai auch Meister Shifu besiegen sowie Pos Weggefährten Crane und Mantis zu seinen Jadekriegern machen und will nun das Dorf der Pandas einnehmen. Der verzweifelte Po hat jedoch eine ungewöhnliche Idee, wie er mit seinen neuen Verwandten und Freunden Tigris, Viper und Monkey das Dorf verteidigen kann ...

Alterskennzeichnung :
“Kung Fu Panda 2”-Regisseurin Jennifer Yuh hat erneut ein temporeiches Abenteuer rund um den gemütlichen, titelgebenden Kung Fu Panda auf die Beine gestellt. Wie schon in den Teilen davor, sind auch hier spannungsgeladene Actionszenen angesagt, doch alle Konfrontationen mit dem bösen General und seinen Helfern werden durch auflockernde bis spassige Situationen und Sequenzen abgefedert, wodurch auch für jüngere Zuseher/innen kaum eine Belastung zu erwarten ist. Auch die 3D–Effekte sind als Stilmittel sparsam eingesetzt. Die Kommission entschied sich für eine Freigabe ab 6 Jahren.

Positivkennzeichnung des BMUKK :
Ein überbordendes Feuerwerk an Gags und guter Laune serviert Jennifer Yuh, eingebettet in ein farbenprächtiges Setting und einer Animationskunst vom Feinsten. Unaufdringlich eingestreute Werte wie Zusammenhalt, das Erkennen der Stärken des anderen und auch in aussichtslosen Situationen niemals aufzugeben, veranlassten die Kommission den überaus gelungenen Animationsfilm als annehmbar ab 6 Jahren hervorzuheben.

Website & Trailer

 

 


Als Geschenk für Freunde, als Mitbringsel zum Kindergeburtstag, für sich (und seine/seinen Liebste/n) :

10 Kino - Gutscheine á 8,00 = € 80,00

+ 1 Gutschein á 8,00 gratis
+ 4,00 Konsumation gratis


5 Kino - Gutscheine á 8,00 = € 40,00

+ 4,00 Konsumation gratis

 

 

www.dilettanten.at

www.audio-exclusive.at

 


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