SO KLINGT DAS LEBEN

RONDALLAS

Spanien 2025 / 112 Minuten

Regie: Daniel Sánchez Arévalo

Mit: Javier Gutiérrez, María Vázquez, Judith Fernández

 

Zwei Jahre nach dem tragischen Untergang eines Fischerbootes, der eine kleine Küstenstadt erschüttert hat, beschließen die Mitglieder der Rondalla, einer traditionellen Musikgruppe, wieder zusammenzukommen, um ihre Begeisterung zurückzugewinnen und die Trauer hinter sich zu lassen. "Daniel Sánchez Arévalo erzählt in seinem Ensemblefilm eine vielgestaltige Geschichte über Abschied und Neubeginn. Die Tragikomödie punktet mit sorgfältig gezeichneten Figuren und Musik, die ihr eine besondere Vitalität verleiht." 

 

 

 

Früher spielte die 18-jährige Andrea in der Rondalla ihres Heimatortes – die Amateurensembles mit Dudelsäcken, Tamburinen, Kastagnetten und Fahnenträgern verbinden alte Traditionen Galiciens und moderne Musikstile. Doch seit Andreas Vater, der die Rondalla der Küstenstadt A Guarda dirigierte, bei einem Schiffsunglück ertrunken ist – und mit ihm sechs weitere Fischer –, hat es kein Musizieren mehr gegeben. Zwei Jahre nach dem Schicksalsschlag beschließen Andreas Mutter Carmen und Luis, ihr geheimer neuer Partner, die Rondalla wieder zu aktivieren.

Daniel Sánchez Arévalo greift eine wenig bekannte Musiktradition und ihre verbindende Kraft auf, um in seinem Ensemblefilm „So klingt das Leben“ eine vielgestaltige Geschichte über Abschied und Neubeginn zu erzählen. Neben Andrea, ihrer traumatisierten Familie und ihrem Jugendfreund Elí gibt es Erzählstränge rund um die Fischer Luis und Yayo, die das Unglück überlebt haben, sowie über die Dorfpolizisten – Zwillinge im Bruderzwist.

Während manche Handlungsdetails nur angedeutet werden, punktet die Tragikomödie mit sorgfältig gezeichneten und überzeugend gespielten Figuren. Die Musik, die in einem beinah dokumentarischen Stil eingefangen ist, verleiht dem berührenden Film besondere Vitalität. (Sabina Zeithammer / Falter)

 

Ein galizisches Dorf ist seit dem Tod mehrerer Fischer noch immer traumatisiert. Erst als das traditionelle Folkloreensemble, die Rondalla, wiederbelebt wird, scheint sich die Erstarrung zu lösen. Der Film erzählt mit subtilen Ellipsen von einem kollektiven Trauma und wie dieses durch Musik und Zusammenhalt überwunden werden kann. Damit spart er auch humorvolle Episoden bis hin zum Slapstick nicht aus. Die Erkenntnis, dass man nur gemeinsam und mit Mut zur Wahrheit weiterkommt, verdankt sich auch der Spielfreude des hervorragenden Ensembles. (filmdienst.de)